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Als hätte das Mycel die Körper kontaminiert, und nun durch das

Nervensystem die Reize aktiviert, um sich in den tiefen Gedärmen aus

Stahlbeton im Unterholz der Auslagen angenehm lustwandelnd zu

verlieren. Getrieben von Bedürfnis und Befriedigung.

In reiner klimatisierter Luft zappen die Gedanken euphorisch durch

das Gestrüpp der limitierten Möglichkeiten. Die Objekte der Begierde

erscheinen wie hypnagogische Halluzinationen.

In weiter Ferne das erregte Geschnatter der Maschinenelfen, erpicht auf

die süsse Energie: Stunden sinnloser Selbstentwirklichung im Tausch

gegen transmogrifiziertes Gut.

Endlich eine Lichtung. Ein flüchtiger Blick zum Firmament, auch hier

strahlen die LED Sterne im Marmorhimmel. Wasser sprudelt sanft in die

Laichbecken der Lust, sie besänftigen den aufkeimenden

Verfolgungswahn, die mentale Starre. Eiskalter Manipulator.

Langsam verblasst das Hochgefühl, im synthetischen Licht schneiden

die scharfen Konturen des AutoCad Egesta tief in den Verstand. Die

allgegenwärtige Überwachung offenbart sich, elektrische Augen dissimuliert

in der Architektur, patrouillerende Humanoide Prädatoren mit

ihren Plastikprügeln und Gymfit Muskelproteinen. Vergiftete Sicherheit.

Gefangen in den Wurzeln der Illusionen.

Flucht resultiert in Wiederkehr.

 

Text: Miro Aron